Der Glaube an Talismane steckt seit Jahrhunderten tief in der menschlichen Seele. Amulette wurden abwechselnd verehrt und verspottet und haben dennoch bis in unsere Zeit überdauert. Einen besonderen Platz unter ihnen nehmen Steine und Mineralien ein, die die astrologische Tradition dem Charakter der einzelnen Sternzeichen zugeordnet hat. In diesem Artikel schauen wir uns an, woher der Glaube an Talismane kommt und welche Steine jedem Zeichen zugeschrieben werden.
Eine kurze Geschichte der Talismane
Der Kult der Talismane reicht zurück bis in die Zeit, als der Urmensch Arme und Brust mit Reißzähnen und Klauen von Raubtieren schmückte, die er auf einen Lederriemen fädelte – in dem Glauben, die Kraft des Tieres würde auf ihn übergehen. Mit der Zeit übernahmen Steine, Metalle und daraus gefertigter Schmuck die Rolle der Amulette. Die Kultur hat die Formen der Talismane verändert, sie aber nie verdrängt.
Im letzten Jahrhundert sind Talismane allgegenwärtig geworden und haben zugleich etwas an Bedeutung verloren – oft behandelt man sie als Maskottchen und Schmuckstücke. Viele Menschen messen ihnen aber nach wie vor tiefe Bedeutung bei. Selbst die materialistischste Lebenseinstellung befreit uns nicht von Aberglauben, der tief im Unterbewusstsein verwurzelt ist.
Verschiedene spirituelle Traditionen haben ihre eigenen Gegenstände mit schützender Bedeutung hervorgebracht: Medaillons, Skapuliere, Heiligenbilder, Anhänger oder in Metall gravierte Zeichen. Das zeigt, dass der Glaube an Talismane nicht vergeht – es ändern sich nur seine äußeren Formen und Namen.
Im Kern dieses Glaubens steht die Überzeugung, dass bestimmte Gegenstände eine besondere Energie ausstrahlen oder planetare Einflüsse leiten, die vor Unglück schützen und das Wohlergehen fördern können. Menschen, die sich mit Esoterik beschäftigen, sind überzeugt, dass Symbole, die mit Bedacht und Respekt verwendet werden, die Kraft haben, unser Leben zu beeinflussen. Dazu zählen auch Zahlen, die als Symbole für die Beziehungen zwischen Kräften auf der metaphysischen Ebene gelten. Die Tradition besagt außerdem, dass man einen Talisman selbst anfertigen kann – allerdings zur richtigen Zeit und aus den passenden Materialien.
Widder
Der Widder wird von Mars regiert, seine Farbe ist Rot. Passende Steine für ihn sind Rubin, Granat und Heliotrop (Blutjaspis). Widdern, die ihr feuriges Temperament etwas zügeln möchten, empfiehlt die Tradition den Karneol. Der traditionelle Geburtsstein des Widders ist der Diamant (Brillant), ein Symbol reiner Energie.
Stier
Der Stier mag große, klare und schön geschliffene Steine. Als bestes Juwel für ihn gilt der Lapislazuli. Der traditionelle Geburtsstein des Stiers ist jedoch der Smaragd, der sowohl das Element Erde als auch den Planeten Venus symbolisiert.
Zwillinge
Zwillinge lieben Abwechslung und Vielfalt. Ihr Tierkreisstein ist der Achat, der nach der Überlieferung Wahrhaftigkeit sowie treffsicheres und gewandtes Sprechen fördert. Ein weiterer guter Stein für Zwillinge ist der Fluorit, den man mit geistiger Beweglichkeit verbindet.
Krebs
Der Krebs, dessen Planet der Mond ist, sollte einen Mondstein bei sich tragen – man glaubt, dass er vor den negativen Emotionen anderer Menschen schützt. Der zweite wichtige Stein des Krebses ist der Saphir. Der Chalcedon soll nach der Tradition die Gefühle beruhigen und Traurigkeit vertreiben.
Löwe
Der Löwe ist wie Feuer, und zum Feuer passt der Rubin. Löwen sollten auch Gold tragen, das mit ihrem Planeten, der Sonne, verbunden ist. Der Karneol soll Mut und Redegewandtheit schenken, der Bernstein die Lebenskraft des Löwen stärken.
Jungfrau
Die Jungfrau fühlt sich mit dem Achat am wohlsten – besonders mit dem grünen. Ein weiterer Stein für die Jungfrau ist der Aventurin, der nach der Überlieferung die Wahrnehmung schärft.
Waage
Der Geburtsstein der Waage ist der Opal, der mit ihrem Planeten Venus verbunden ist. Hervorragend für die Waage ist auch der Kunzit, der als Stein gilt, der die Liebe anzieht.
Skorpion
Der Skorpion sollte Karneol, Granat, schwarzen Turmalin oder Hämatit bei sich tragen. Der moderne Planet des Skorpions ist Pluto – ein Symbol für Macht und Wandlung –, und dunkle, intensive Steine geben seine Energie gut wieder.
Schütze
Der Schütze eignet sich gern Wissen an, deshalb ist der Sodalith der ideale Stein für ihn: Er soll das Lernen und die Weitergabe von Wissen an andere fördern. Eine gute Wahl ist auch der Amethyst, und Topase bringen Schützen nach der Überlieferung Glück.
Steinbock
Der Steinbock hat einen harten Charakter, deshalb passen dunkle Steine wie Onyx, Hämatit oder Obsidian zu ihm. Gut ist auch der Malachit, der Erfolg anziehen soll, auch im Geschäftsleben.
Wassermann
Der Geburtsstein des Wassermanns ist der Amethyst. Der Aventurin soll den Geist klären und die Kommunikation erleichtern, und der Quarz gilt als bester Stein zur Unterstützung geistiger Arbeit.
Fische
Der Geburtsstein der Fische ist der Amethyst. Die Tradition empfiehlt ihnen außerdem rosafarbene Kristalle, die die Stimmung heben und ein nüchternes Urteil fördern sollen.
Der Stein als persönliches Symbol
Tierkreissteine kannst du als persönliche Symbole und schöne Erinnerungsstücke betrachten, die dich an deine Stärken und Absichten erinnern. Verschiedene Quellen nennen unterschiedliche Zuordnungen, deshalb lass dich bei der Wahl ruhig auch von deinem eigenen Geschmack und deiner Intuition leiten.
Erstveröffentlichung (polnisches Original): 21. November 2010. Verfasst von Astrologen und Esoterik-Fachleuten, die mit unserer Redaktion zusammenarbeiten; für HOROSCOP.SPACE überarbeitet und übersetzt. © Alle Rechte vorbehalten.
