· Esoterik

Bhakti Yoga: der Yoga der Liebe und Hingabe

Bhakti joga – joga miłości i oddania
  • Bhakti Yoga – Bezeichnung für eine spirituelle Praxis aus dem Umfeld des Hinduismus (unter anderem des Vishnuismus), bei der man eine liebende Beziehung (Bhakti) zu Gott entwickelt

Philosophie und Entwicklung des Bhakti Yoga

Bhakti bezeichnet eine innige und selbstlose Liebe zu Gott, der dabei als Vater, Mutter, Kind oder in jeder anderen Beziehung erscheinen kann, die sich sein Verehrer wünscht. Bhakti ermöglicht einen persönlichen Kontakt zu Gott durch den Umgang mit der Gottheit. Deshalb begegnet man in Indien einer großen Vielfalt von Göttern und Göttinnen, die oft nur von kleinen Gruppen von Gläubigen oder einzelnen Familien verehrt werden.

Als eine Form des Yoga strebt Bhakti danach, eine Verbindung zu Gott aufzunehmen und zu halten – wobei betont werden muss, dass es sich um eine geistige Verbindung handelt, die nicht an den materiellen Körper gebunden ist. Der Charakter dieser Beziehung wird weitgehend von der jeweils praktizierten Religion bestimmt (Shivaismus oder Vishnuismus), doch lassen sich neun Wege unterscheiden, sie zu entwickeln:

Atma-Nivedanam – alles Gott unterordnen

Die religiösen Bhakti-Bewegungen, die sich auf die Lehren des Vedanta stützten, haben den Hinduismus gewissermaßen „aufgefrischt“: Sie brachten einen intensiven Ausdruck des Glaubens hinein, indem sie emotionale und philosophische Elemente miteinander verbanden. Ein Beispiel dafür ist der Tanz Bharatanatyam.

Die Idee der Befreiung durch liebende Hingabe taucht erstmals im Kult des Varuna auf (eines im Rigveda beschriebenen Gottes).

Bhagavad Gita

Die Bhagavad Gita ist eine Quelle der Eingebung für viele religiöse Gruppen und eine Inspiration für zahlreiche Philosophen – vor allem aber ist sie der „Grundstein“ des Bhakti-Theismus und insbesondere des Vishnuismus. Krishna erklärt dort, dass Liebe und reine Absichten die größte Kraft sind, die seine Verehrer auf dem spirituellen Weg zur Befreiung unterstützt. Das ist eine sehr knappe und zugleich umfassende Beschreibung der Haltung des Bhakta (des Verehrers) zur Welt – unabhängig davon, welche Form Gottes er verehrt.

Im Kapitel der Bhagavad Gita mit dem Titel „Bhakti Yoga“ lesen wir die Worte Krishnas: „[…] Wer Mich verehrt, Mir all seine Taten darbringt, sich Mir voller Hingabe anvertraut, hingebungsvoll dient und stets über Mich meditiert, den Geist in Mich versenkt – den, o Sohn der Pritha, befreie Ich schnell aus dem Ozean von Geburt und Tod. Richte deinen Geist auf Mich, den Höchsten Persönlichen Gott, und versenke deine ganze Intelligenz in Mich. So wirst du ohne Zweifel immer in Mir leben.“ (Bhagavad Gita, Kapitel 12, Verse 6–8)

Anders als andere philosophische Schulen versucht Bhakti nicht, die Menschen zu einer Änderung ihrer Denkweise zu bewegen. Bhakti spricht vor allem die positiven Gefühle an (besonders die Liebe) und bemüht sich, sie auszurichten und in den Prozess der Selbstverwirklichung einzubinden.

Bhakti Yoga zeigt sich in vielen Bereichen von Kultur und Kunst, etwa in Literatur, Musik, Malerei und Bildhauerei.

Erstveröffentlichung (polnisches Original): 12. Januar 2009. Verfasst von Astrologen und Esoterik-Fachleuten, die mit unserer Redaktion zusammenarbeiten; für HOROSCOP.SPACE überarbeitet und übersetzt. © Alle Rechte vorbehalten.

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