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Indische Astrologie (Jyotish) – Zeichen und Planeten

Die indische Astrologie, auch Sternen- oder siderische Astrologie und meist vedische Astrologie genannt, gewinnt unter westlichen Astrologen immer mehr an Beliebtheit. Sie unterscheidet sich von unserer dadurch, dass wir im Westen den tropischen Tierkreis verwenden, dessen Anfang durch die Frühlings-Tagundnachtgleiche (21. März) festgelegt ist, also durch 0 Grad Widder. In der vedischen Astrologie ist dagegen die tatsächliche Stellung der Sternbilder der Bezugspunkt.

Dieses System berücksichtigt das Phänomen der Präzession der Tagundnachtgleichen, die auf Schwankungen der Erdrotation zurückgeht. Aus seiner Sicht sind unsere Zeichen um 25 Grad verschoben. Einfacher ausgedrückt: Wer ungefähr zwischen dem 1. und 18. Tag eines Monats geboren ist, gehört nach indischer Astrologie zum vorhergehenden Tierkreiszeichen. Die Zeichen der vedischen Astrologie sind den Elementen genauso zugeordnet wie in der westlichen Astrologie, und auch ihre Beziehungen zu den Planeten sind dieselben. Allerdings kennt die vedische Astrologie zwei Begriffe, die der westlichen fremd sind. Der erste ist das sehr alte Konzept der „Mondhäuser“. Sie ergeben sich, wenn man die Himmelssphäre in 27 Abschnitte zu je etwa 13 Grad teilt. Jedes Haus trägt den Namen einer der Gemahlinnen des Mondgottes und hat eine eigene Bedeutung. Das zweite, etwas jüngere Konzept beruht auf der Einteilung der 360 Grad der Ekliptik – der scheinbaren Bahn der Sonne um die Erde. Die indische Astrologie dient mehr der Vorhersage der Zukunft als der Charakterbeschreibung der Ratsuchenden.

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