· Magie und Rituale

Die Magie einer glücklichen Ehe – Hochzeitsbräuche und Aberglaube

Magia szczęśliwego małżeństwa

Der Glaube, dass bei der Hochzeit nach allen Regeln des Aberglaubens alles richtig gelaufen ist, gibt die Gewissheit, dass der Ehe nichts Schlimmes zustoßen wird. Wer daran glaubt, sollte die uralten Bräuche befolgen und sich nach ihnen richten.

Sicher weiß jeder, dass der Bräutigam seine künftige Frau vor der Trauung nicht im Brautkleid sehen darf. Das bringt Unglück. Auch darf sich die Braut im Brautkleid nicht im Spiegel betrachten. Diesen Brauch hat man inzwischen allerdings umgangen: Heute genügt es, wenn die Braut zum Beispiel einen Ohrring oder ein Armband ablegt – dann darf sie sich getrost im Spiegel bewundern.

Der Schleier schützte Bräute vor Neid und bösen Dämonen. Diese Tradition stammt aus uralten Zeiten.

Ein weiterer Aberglaube betrifft das Tragen von etwas Altem, etwas Neuem, etwas Geliehenem und etwas Blauem.

Kaum jemand weiß, dass man früher nach dem Verlassen der Kirche nicht Reis oder Blumen, sondern Weizen warf. Das sollte der Ehe Fruchtbarkeit und Wohlstand sichern.

So viele Körner auf dem Kopf der Braut landen, so viele Kinder wird sie bekommen. Den restlichen Weizen soll man sorgfältig zusammenkehren und später zu Hause in die Nähe eines Kreuzes oder Heiligenbildes legen. Außerdem sollte die Braut mindestens drei Weizenkörner in ihren Schuh stecken. So will es ein uralter Aberglaube.

Noch im 20. Jahrhundert gingen junge Eheleute, die ein Kind zeugen wollten, aufs Land und liebten sich im wachsenden Getreide.

Fiel die Hochzeit in den Herbst oder Winter, legte man neun Weizenkörner unter das Laken, um die Fruchtbarkeit zu sichern.

Heute trägt man die Braut über die Schwelle. Kaum jemand weiß, woher dieser Brauch stammt. Früher durfte das Brautpaar die Schwelle des Hochzeitshauses nicht betreten, wenn einst ein Verstorbener über diese Schwelle hinausgetragen worden war. Gab es keinen anderen Weg, schritt der Bräutigam deshalb über Kissen und trug die Braut dabei auf den Armen.

Ein weiterer Brauch, der sich eingebürgert hat: Die Mutter oder Schwiegermutter überreicht Brot, das Brautpaar beißt jeweils ein Stückchen ab und wirft den Rest hinter sich. Danach griff der Bräutigam nach dem Salz und schüttete es in die Tasche seines Jacketts, die Braut in den Handschuh der linken Hand.

Die Hochzeitsnacht galt unseren fernen Vorfahren als Glut des Feuers. Deshalb entzündete man Lagerfeuer, oder die Eheleute blickten zu Hause lange in die Flammen des Kamins und stellten sich vor, dass ihre Liebe ebenso über Jahrhunderte brennen werde.

Horoscop.space PremiumIhr individuelles Horoskop