Traditionell hilft die Zahnfee, einen der großen Lebensabschnitte zu markieren: den Übergang von der frühen Kindheit in die späteren Kinder- und Jugendjahre. Sie besucht alle, die an sie glauben, einen Zahn verloren und ihn nachts beim Schlafen unter ihr Kopfkissen gelegt haben. Die ersten Zähne eines Kindes nennt man auch „Milchzähne“. In Nordamerika, Australien und Europa erscheint die Zahnfee traditionell als geflügelte Fee in Frauengestalt, die anstelle des verlorenen Zahns kleine Geschenke, Münzen oder manchmal sogar Geldscheine zurücklässt.
Hast du dich schon einmal gefragt, was die Zahnfee mit all den Zähnen macht und wohin sie sie bringt? Manche werden zu Zahnschmuck verarbeitet, der in einigen Kulturen beliebt ist; die übrigen werden recycelt und zu Feenstaub gemahlen* – eine interaktive magische Fantasie, bei der du auf ein animiertes Säckchen Feenstaub klickst.
Ein bisschen Geschichte …
Die alten Ägypter glaubten, dass die Sonne die Zähne stärkt, und warfen verlorene Zähne deshalb der Sonne entgegen. Die Wikinger zahlten Kindern eine „Zahngebühr“ im Tausch gegen ihre Milchzähne; dieser geheimnisvolle Glaube sollte Glück und Stärke im Kampf bringen. Vor Jahrhunderten zerrieben Eltern in Europa die Zähne ihrer Kinder zu Pulver und aßen es, um ihre Kinder vor Hexen zu schützen. Sie glaubten, eine Hexe, die den Zahn eines Kindes fände, könne das Kind verfluchen. (Wie Haare und Nägel tragen auch Zähne die DNA eines Menschen.) Mütter in England warfen die Zähne manchmal ins Feuer, um sie zu verbrennen. Oft versteckte man verlorene Zähne draußen im Garten unter einem Stein in der Erde – ebenfalls, um sie vor Hexen zu verbergen. Als Menschen in andere Länder auswanderten, nahmen sie viele ihrer abergläubischen Bräuche mit. Viele lebten in Städten mit wenig Land rundherum und begannen deshalb, verlorene Zähne in kleine Blumentöpfe oder Blumenkästen zu legen. Schließlich wandelte sich der Brauch, und die Zähne wanderten nachts unter das Kopfkissen des Kindes.
In Frankreich, Spanien, Mexiko und der Provinz Québec … verwandelt sich die Zahnfee in eine Zaubermaus, die die Zähne holt und dem Kind Glück und Geschenke bringt! In Mexiko ist es die Zahnmaus, die den Zahn des Kindes mitnimmt und dafür eine Münze dalässt.
Erstveröffentlichung (polnisches Original): 21. Januar 2009. Verfasst von Astrologen und Esoterik-Fachleuten, die mit unserer Redaktion zusammenarbeiten; für HOROSCOP.SPACE überarbeitet und übersetzt. © Alle Rechte vorbehalten.
